Inselhopping in Griechenland: Was ins Gepäck gehört und was an Land bleibt

Der Hafen von Hydra

Wer von Insel zu Insel reist, trägt sein Gepäck viel häufiger als bei einem klassischen Strandurlaub. Fähranleger liegen selten direkt vor der Unterkunft, Treppen in den Altstädten haben kein Ende, und auf manchen Inseln rollt ein Hartschalenkoffer über Kopfsteinpflaster eher lautstark als komfortabel. Ein Reiserucksack oder eine weiche Reisetasche mit rund zehn Kilogramm Gewicht haben sich deshalb als Standard etabliert. Beides lässt sich im Fährbauch verstauen, passt in kleine Mietwagen und bleibt auch auf steilen Wegen beherrschbar. Wer zusätzlich einen kleinen Tagesrucksack mit Wasserflasche, Sonnencreme und Snacks trägt, kommt auch bei längeren Wartezeiten am Hafen gut durch den Tag.

Sonne, Salzwasser und die richtige Brille

Die ägäische Sonne ist im Sommer und im frühen Herbst kräftig, und das Licht auf dem Wasser verstärkt die Strahlung zusätzlich. Neben Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, einem Hut mit breiter Krempe und leichter Kleidung gehört auch eine Sonnenbrille mit ins Gepäck. Wie ein guter Sonnenschutz aussieht, ist schnell recherchiert – eine Sonnenbrille gehört aber immer mit dazu. Tipp: Wer eine Sehhilfe trägt, sollte vor der Abreise Stärke und Sitz prüfen lassen, etwa über Optiker wie eyes + more. Eine getönte Sonnenbrille in der passenden Stärke ist dabei ebenso nützlich wie ein Brillenetui, das im Rucksack nicht zerdrückt wird.

Zusätzlich lohnt sich ein kleines Mikrofasertuch, denn Salzwasser, Sonnencreme und Sand hinterlassen auf Gläsern schnell Spuren. Wer Kontaktlinsen nutzt, packt mehr Paare ein als rechnerisch benötigt, weil Wind und Staub auf manchen Inseln die Augen zusätzlich reizen und einen früheren Wechsel der Linsen nötig machen.

Kleidung für Fähre, Gassen und Strand

Gasse in Lachania

Auf den Kykladen und im Dodekanes zählt luftige Kleidung aus Leinen oder Baumwolle zum Standard-Equipment. Zwei Badeanzüge oder Badehosen im Wechsel sorgen dafür, dass immer eine trockene bereitliegt. Dazu kommen Shorts, drei bis vier leichte Oberteile, eine lange Hose und ein Kleid oder Hemd für den Abend. Auf der Fähre kann es selbst im Hochsommer kühl werden, eine dünne Jacke oder ein Pullover gehört daher in den Tagesrucksack. Klöster und Kirchen verlangen bedeckte Schultern und Knie, ein leichtes Tuch erfüllt diesen Zweck problemlos.

Bei den Schuhen genügen robuste Sandalen mit Fersenriemen und ein Paar Wanderschuhe oder feste Sneaker. Wer auf Naxos, Santorin oder Kreta die Küstenpfade begehen möchte, wird den Grip schnell zu schätzen wissen. Wasserschuhe sind für steinige Buchten ebenfalls ein sinnvoller Begleiter, da viele der schönsten Strände aus Kieseln bestehen und dort auch Seeigel nicht selten sind.

Für windige Tage lohnt sich außerdem eine dünne Windjacke. Der Meltemi, der im Hochsommer über die Ägäis fegt, kann Fahrten auf offenem Deck ungemütlich machen und sorgt an Stränden auf der Nordseite vieler Inseln für hohe Wellen und Sandböen.

Kieselstrand bei Elounda auf Kreta

Fähre, Technik und Papiere organisiert halten

Ein wasserdichter Beutel schützt Telefon, Pass und Fährtickets bei Überfahrten mit Spritzwasser. Tickets lassen sich häufig digital speichern, doch ein Ausdruck als Rückfalloption verhindert Ärger bei schwachem Empfang am Hafen. Eine Powerbank und ein Mehrfachstecker sind sinnvoll, denn Steckdosen in Zimmern sind knapp und liegen oft ungünstig. Ein Reiseadapter ist aus Deutschland und Österreich nicht nötig - für Reisende aus der Schweiz hingegen schon. Offline-Karten auf dem Telefon helfen auf kleinen Inseln, wo der Mobilfunk in Bergregionen nachlässt. 


Weitere Tipps zur Preisplanung, zu Anreisewegen und zu Ausgaben vor Ort geben wir Dir in unserem Beitrag zu Urlaub in Griechenland.


Bargeld in kleinen Scheinen erleichtert den Alltag, weil Tavernen auf entlegenen Inseln, Taxifahrer und kleine Strandbars nicht immer Karten akzeptieren. Eine Kopie des Ausweises und eine Liste der gebuchten Unterkünfte im Telefon runden die Organisation ab. Für Mietwagen oder Roller sollte außerdem der Führerschein griffbereit liegen, da Verleiher ihn vor Ort prüfen und auf einigen Inseln auch Kontrollen stattfinden. 

Blick vom Heck einer Fähre

Was zu Hause bleiben kann

Föhn und Badetücher stellen die meisten Unterkünfte, doch deren Handtücher sind in der Regel nicht für den Strand gedacht. Ein leichtes Strandtuch aus Mikrofaser nimmt kaum Platz weg und trocknet schnell. Sperrige Reiseführer lassen sich durch digitale Ausgaben ersetzen, und mehr als zwei Paar Schuhe bremsen auf Fähren nur aus. Wer unterwegs einkauft, etwa Olivenöl, Honig oder Keramik, profitiert von freiem Platz im Rucksack und einem faltbaren Zusatzbeutel. 

Wer eine Sonnenbrille, Ersatzbrille oder Kontaktlinsen benötigt, sollte rechtzeitig bei einem Optiker wie eyes + more vorbeischauen. So wird nichts dem Zufall überlassen, und die Aufmerksamkeit gehört ganz der Strecke zwischen Hafen und Horizont.

Unterkünfte auf den griechischen Inseln

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